Reisenächte

ein Lochkameraprojekt

Diese Arbeit versteht sich als eine Art nächtlicher Protokolle der Ereignisse in den Hotelzimmern zwischen Sonnenuntergang und -aufgang: Im Wechsel der verschiedenen natürlichen und künstlichen Lichtquellen definieren sich die Räume nicht nur als Interieurs, sondern auch als Schauplatz, dessen Charakter und Stimmungen sich im Lauf der Nacht ändern. Nur scheinbar gebe ich damit aber den Blick auf meinen privatesten Bereich preis. Die Erscheinungen der beiden Schläfer bleiben verschwommen und verhindern eine voyeuristische Sicht. Nicht Handlungen werden abgebildet, sondern die Momente der Bewegungslosigkeit und des Stillhaltens. Traumhaft vermischt sich diese Stimmung des Zur-Ruhe-Kommens mit den schichtweise überlagerten Lichtsituationen im Raum. Die Fotografien sind Stellvertreter unserer Träume, des inneren Verarbeitens der Bilder des Tages.