Lochkamera-Fotografie ist neben dem Reisen eine meiner grossen Leidenschaften. Lochkamerabilder unterlaufen die nahezu unerschütterliche Auffassung von Fotografie als objektivem Wiedergabeinstrument auf subtile Art und Weise und entlarven sie als Mythos.

Und eine weitere Frage die sich stellt:
Fotografie wird im herkömmlichen Sinn immer als Dialog zwischen Subjekt (Fotografin als agierende Person) und Objekt (das aufzunehmende Motiv) beschrieben.
Wie verhält es sich dann mit der Lochkamera (selber ein Objekt) und dem Motiv? Wie beschreibt man den Vorgang, wenn ein Objekt das andere anschaut (in sich aufnimmt)? Ist das die absolut objektive Fotografie, obwohl das Resultat „subjektiver“ nicht sein könnte? Oder anders: die Welt der Objekte tritt in einen Dialog mit sich selbst....